Verantwortung von Banken für eine Evolution des Sparens

Verantwortung von Banken für eine Evolution des Sparens

Klassische Zinsanlagen bieten aktuell keine auskömmlichen Erträge mehr. Daraus erwächst eine generelle Aufgabe für die Hamburger Kreditwirtschaft: Sparer an ihre langfristigen Ziele erinnern, sie vor Fehlentscheidungen bei Anlagealternativen schützen und so bei einem
nachhaltigen Vermögensaufbau unterstützen

 

Kreditinstitute müssen heute anders als früher beraten. Einst brachten klassische Anleihen adäquate Gewinne für die Sparer. Doch mit dem Wegfall von Zins und Zinseszins durch das anhaltende Niedrigzinsumfeld kommt den Banken vor Ort eine besondere Verantwortung zu: Sie werden Partner des Sparers. Dabei spielt Vertrauen eine große Rolle. Denn trotz eigenständiger Recherchen und Angeboten per Computer und Überall-Internet verunsichert die
Sparer das zunehmend komplexe und oftmals unberechenbare Geschehen am Markt. Der Finanzberatung
kommt also eine Schlüsselrolle zu.

Dafür sind die Voraussetzungen gut. Denn die Deutschen lassen sich ihre Lust am Sparen von den niedrigen Zinsen nicht vermiesen: 90 Prozent aller Bundesbürger legen derzeit Geld zurück, jeder Zweite sogar monatlich. Die Sparquote beträgt nach eigenen Angaben durchschnittlich 10,6 Prozent des jeweiligen Einkommens, so eine repräsentative Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts Elbe 19 im Auftrag der Union Investment. Neun von zehn Deutschen halten Sparen also weder für altmodisch noch für spießig. Im Gegenteil: Das Thema Sparen
ist für sie durchaus positiv besetzt. 73 Prozent der Befragten gaben an, durch finanzielle Rücklagen jetzt und künftig handlungsfähig bleiben zu wollen, was für sie zugleich einen Zugewinn an persönlicher Freiheit bedeute. Dabei zeigte
die Umfrage auch, dass die Freude am Sparen nicht zuletzt mit der Art und Weise der Anlage zusammenhängt: Auf einer Skala von 0 bis 100 kommen moderne Sparer, die Wertpapiere und Fonds besitzen, auf einen Sparlaune-Index von 64, traditionelle Sparer mit Tagesgeld und Sparbuch dagegen nur auf 59 Punkte.

Sparen ist ein emotionales Thema
Aus der deutschen Tradition des Geldzurücklegens ist eine enge Beziehung entstanden. Fast jeder Dritte stuft sein Verhältnis zum Sparen als „Liebesheirat“ ein, nur 6,1 Prozent als „Rosenkrieg“ und die große Mehrheit mit 63,9 Prozent als nüchterne Zweckbeziehung. Hier spiegelt sich die in den Familien gelebte Spartradition aus einer Welt des risikolosen Zinseszinses wider. So wundert es nicht, dass die Deutschen ihren gewohnten Anlageformen die Treue halten. Trotz Niedrigzinsphase wird die eingespielte Beziehung mit Sparbuch und Tagesgeldkonten bevorzugt - eine Affäre mit Derivaten oder Zertifikaten zumeist als unberechenbares Wagnis beäugt. Zukünftig wird finanzielle Bildung also ein immer entscheidenderer Faktor sein. Denn auch das ergab die Befragung: Je höher die Befragten ihr
Wissen in der Geldeinlage einschätzen, umso regelmäßiger und mit mehr Freude sparen sie.

Vertrauen schenken
Der Weg vom traditionellen zum modernen Sparen führt über zuverlässige Informationen, einen fachkundigen Austausch und eine gute Beratung. Die Banken vor Ort nehmen hierbei eine ideale Rolle als Beziehungsratgeber ein.
Hier kristallisiert sich die hohe Intensität der Kundenbeziehungen in Vertrauen – die grundlegende Voraussetzung für eine nachhaltige Evolution des Sparens. Diese persönliche Bindung zu einem Berater des Vertrauens fördert eine
Wertpapierberatung mit der verantwortlichen Zielsetzung eines nachhaltigen Vermögensaufbaus in Zeiten niedriger Zinsen. Zusammen mit den weiteren Partnern der Kreditwirtschaft am Finanzplatz Hamburg bieten sie ein breites
Spektrum an Möglichkeiten, Vermögen zeitgemäß aufzubauen, zu erhalten und zu vermehren sowie gleichzeitig dem Sicherheitsbedürfnis ihrer Kunden gerecht zu werden. Fonds können dabei ein wesentlicher Teil der Lösung sein.
Die Aufklärung über die Zusammenhänge zwischen Ertragschancen auf der einen und Risiko- und Verlustwahrscheinlichkeiten auf der anderen Seite ist in der Anlageberatung von großer Bedeutung. In einem ausführlichen und dokumentierten Beratungsgespräch mit einem Experten wird die Risikobereitschaft des jeweiligen
Kunden ermittelt und mit einer Streuung des Vermögens die ganze Bandbreite von Anlagemöglichkeiten genutzt. Erfolge des Umdenkens beim Thema Geldanlage sind messbar: 41 Prozent der Sparer halten es mittlerweile für sinnvoll, zumindest einen Teil ihres Geldes in chancenreicheren Anlagen anzulegen.


Fazit
• In Zeiten, in denen der Zinseszins fehlt, müssen Anleger sich aktiv nach den richtigen Anlagealternativen umschauen, um einen nachhaltigen und strukturierten Vermögensaufbau zu erreichen.

• Wir stehen erst am Anfang einer Evolution des Sparens. Fonds können ein Teil der Lösungen sein, weil sie dem Sicherheitsbedürfnis der Sparer entgegenkommen und dennoch auskömmliche Erträge erwirtschaften.

• Wer mehr weiß, spart mehr: Finanzieller Bildung kommt eine entscheidende Rolle zu – und damit der vertrauensvollen Beratung durch die Bank vor Ort.

Der Text ist dem Jahrbuch 2016/17 des Finanzplatz Hamburg e.V. entnommen.

 

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