"GERMANY FINANCE" gegründet

Stuttgart, 07.01.2021 – Die Initiativen wichtiger deutscher Finanzplätze haben zum Jahresbeginn 2021 die Arbeitsgemeinschaft GERMANY FINANCE gegründet. Damit haben die beteiligten Organisationen eine gemeinsame Plattform initiiert, um den kontinuierlichen Austausch untereinander weiter zu fördern und einen zentralen Ansprechpartner für Interessenten am Finanzplatz Deutschland aus dem In- und Ausland bereitzustellen.

Die Gründung der Initiative wird durch das Bundesministerium der Finanzen sehr begrüßt. Staatssekretär Dr. Jörg Kukies sagt: "Die Vielfalt des Finanzplatzes Deutschlands ist ein großer Standortvorteil. Es ist wichtig, dass GERMANY FINANCE diese Vielfalt nun bündelt, um dem Finanzplatz Deutschland national wie international eine einheitliche Stimme zu geben. Eine breit aufgestellte, global vernetzte und leistungsstarke Finanzwirtschaft in Deutschland leistet einen Beitrag zur Erholung der Wirtschaft nach der COVID Pandemie und trägt zur Bewältigung der Herausforderungen durch den digitalen Wandel und den Klimaschutz bei."

Die Arbeitsgemeinschaft steht zudem in engem Kontakt zu Germany Trade and Invest (GTAI), der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. GTAI-Geschäftsführer Dr. Robert Hermann sagt: "Der Finanzsektor spielt eine grundlegende Rolle für das reibungslose Funktionieren der Wirtschaft und ist eine wichtige Schlüsselinfrastruktur, die wir international vermarkten. Die neue Plattform GERMANY FINANCE wird dieses wichtige Ziel künftig wesentlich unterstützen und zum Erfolg führen sowie den Austausch mit internationalen Kontakten weiter forcieren."

Stimmen der Gründungsmitglieder von Germany Finance:

Dr. Harald Vogelsang, Vorsitzender des Vorstands Finanzplatz Hamburg e.V.: "Die Vielfalt der deutschen Finanzplätze ist eine Stärke. Sie steht für die exzellente Versorgung von Unternehmen und Bürgern mit Finanzdienstleistungen vor Ort. Wir freuen uns, mit den anderen deutschen Finanzplatzinitiativen im Rahmen von GERMANY FINANCE für die Stärkung der Branche zu wirken und die Leistungsfähigkeit und Attraktivität des Finanzstandortes Deutschland auch international stärker zu kommunizieren."

Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen und Gründer von Fin.Connect.NRW: "Innovation und Kooperation eröffnen Chancen. Kluge Ideen, zukunftsträchtige Konzepte und Investitionen sind das beste Mittel, um gerade in herausfordernden Zeiten Chancen für den Finanzplatz, für Unternehmen und Investoren gleichermaßen nutzbar zu machen. Die Zusammenarbeit unserer jüngst gegründeten Initiative Fin.Connect.NRW mit GERMANY FINANCE begrüße ich daher sehr."

Gerhard Wiesheu, Präsident Frankfurt Main Finance e.V.: „Die deutschen Finanzplätze beschäftigen sich in unterschiedlicher Intensität mit den gleichen Themen. Im Fokus stehen aktuelle Herausforderungen durch den Brexit und die Corona-Pandemie, Megatrends wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie gesellschaftliche Fragen wie ökonomische Bildung und das Vertrauen der Bevölkerung in die Finanzwirtschaft. Durch die Arbeitsgemeinschaft GERMANY FINANCE können effiziente Lösungen auf der Basis individueller Erfahrungen an den einzelnen deutschen Finanzplätzen gefunden werden."

Dr. Michael Völter, Vorstand der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. (Träger von Stuttgart Financial): "Wir sind stolz darauf, dass wir den Ausbau der Arbeitsgemeinschaft von Beginn an begleiten konnten. Die Finanzdienstleistungsbranche steht vor großen Herausforderungen und Veränderungen. Aufgrund der Dezentralität der Finanzplätze ist es ein wichtiger Bestandteil für die zukunftsfähige Weiterentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatz Deutschlands, an einem einheitlichen Außenauftritt zu arbeiten und einen kontinuierlichen Dialog zwischen den Akteuren zu pflegen."

Kontakt für Presseanfragen:
Dominik Schütz (Sprecher GERMANY FINANCE)
Telefon +49 (0) 711 222 985 726
Schuetz@stuttgart-financial.de

Über GERMANY FINANCE
GERMANY FINANCE ist ein informeller Zusammenschluss deutscher Finanzplatzinitiativen aus Berlin, Frankfurt, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Stuttgart. Gemeinsames Ziel ist es, den Finanzplatz Deutschland im deutschen, europäischen sowie internationalen Kontext zu stärken, ihm ein Gesicht zu geben und Ansprechpartner für Interessenten am Finanzplatz Deutschland aus dem In- und Ausland zu sein. Mehr zur Arbeitsgemeinschaft auf www.germany-finance.com.

Gründungsmitglieder:
Frankfurt Main Finance e.V.
Finanzplatz Hamburg e.V.
Fin.Connect.NRW - Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
Stuttgart Financial - Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V.

Weitere Finanzplatzorganisationen:
Finanzplatz München Initiative (mit Beobachterstatus)
Berlin Finance Initiative (in Gründung) - Ostdeutscher Bankenverband e.V.

 

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News

Ein Rückblick auf unsere 11. Kapitalmarktkonferenz

Ein Rückblick auf unsere 11. Kapitalmarktkonferenz

Wir blicken zurück auf eine erfolgreiche 11. Kapitalmarktkonferenz, die wir gemeinsam mit unseren Partnern am 06.10.2023 in den Räumlichkeiten der Handelskammer Hamburg umsetzen konnten.

Auf der Hamburger Kapitalmarktkonferenz bieten wir alljährlich eine Plattform für den Austausch von Informationen und Erkenntnissen. Leitthema des Jahres waren die zunehmenden Inflationsraten, die zu einer verschärften Geldpolitik der Zentralbank und einer Erhöhung des Leitzinses führten, mit dem Ziel Preisstabilität herzustellen. In Folge stiegen die Anleiherendite und Risikoprämien auf den Kapitalmärkten. Weshalb wir im Rahmen eines Keynote Beitrages und drei Kurzimpulsen mit anschließender Podiumsdiskussion unsere geladenen Experten mit folgenden Fragen auseinandersetzten: Was bedeuten die neuen Rahmenbedingungen für die Geschäftsmodelle von Banken, Versicherungen und anderen Finanzunternehmen? Welche Risiken können damit einhergehen? Und wie können sich Finanzmarktakteure dagegen wappnen?

In seinem Keynote beschäftigte sich Prof. Dr. Wieland (Stiftungsprofessor für Monetäre Ökonomie und Geschäftsführender Direktor des Institute for Monetary and Financial Stability (IMFS), Goethe-Universität Frankfurt) mit der herrschenden Stagflation in Deutschland. Mögliche Faktoren zur Überwindung seien laut Ihm auch in der Geld- und Finanzpolitik zu identifizieren. Zwar sei die Inflation im Euroraum rückläufig, doch insbesondere die Industrie bliebe wegen hoher Energiekosten und Fachkräftemangel hinter den Produktionserwartungen zurück. Für die Finanzpolitik sei es daher notwendig aus der Nachfrage getriebenen Krisenrettungspolitik auszusteigen und mit einer angebotsorientierten Finanzpolitik verbessert Anreize für Arbeit, Investitionen, Innovationen und Wachstum zu schaffen.

In den darauffolgenden drei Impulsen beschäftigten sich die Referenten mit den unterschiedlichen Perspektiven der aktuellen Lage am Finanzmarkt und berichteten zur Rolle der Banken, Versicherer und Zentralbank. Die Banken würden in wirtschaftlichen Veränderungen eine zentrale Rolle einnehmen, insbesondere indem sie das Wachstum finanzieren, Liquidität in unsicheren Zeiten sichern und ein effektives Risikomanagement betreiben würden. Hingegen seien die Lebensversicherer dabei einen Balanceakt zwischen kurzfristigen Anforderungen und langfristigen strategischen Zielen zu bewältigen, um dauerhaften Erfolg und Kundenvertrauen zu sichern. Zu guter Letzt würde die Zentralbank geldpolitische Maßnahmen treffen wie Zinserhöhungen, um die Inflation einzudämmen, wirtschaftliche Überhitzung zu verhindern und die finanzielle Stabilität zu fördern.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam von dem Finanzplatz Hamburg e.V., dem Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI), der Handelskammer Hamburg und der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ausgerichtet.

 

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Digitalisierung in der Finanzindustrie: Tokenisierung und elektronische Wertpapiere

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​Die Digitalisierung der Finanzindustrie schreitet konsequent voran. Gerade in den letzten Monaten wird immer häufiger von der „Tokenisierung“ gesprochen, die ersten „Kryptowertpapiere“ wurden bereits emittiert und der Gesetzgeber hat unlängst einen Entwurf für ein „Finanzmarktdigitalisierungsgesetz“ vorgelegt.

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Bundesweite Befragung liefert 28 Ideen zur Steigerung der Attraktivität der Finanzwirtschaft als Arbeitgeber

Bundesweite Befragung liefert 28 Ideen zur Steigerung der Attraktivität der Finanzwirtschaft als Arbeitgeber

Im gemeinsamen Verbund deutscher Finanzplätze haben wir online und bundesweit junge Menschen nach der Attraktivität der Finanzwirtschaft als Arbeitgeber befragt. Aus den Ergebnissen ließen sich 28 Forderungen herauskristallisieren. Zentrale Forderungen sind die frühzeitige Vermittlung von ökonomischem Wissen in Schulen, die transparente Kommunikation von Karrierewegen und -optionen sowie die Flexibilisierung der Arbeitsorganisation.

Die Ergebnisse der Befragung wurden auf der Internetseite unseres GERMANY FINANCE Verbandes im Sommer veröffentlicht. Insgesamt beteiligten sich 4.744 Teilnehmende im Alter von 15 bis 35 Jahren und reichten 605 Vorschläge ein, über die mehr als 48.000-mal abgestimmt wurde. Sozial- und Datenwissenschaftler:innen der CivicTech-Organisation Make.org haben die Vorschläge in Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie der Universität Düsseldorf ausgewertet und in sechs Aktionsfeldern zu 28 Themen verdichtet.

Die wichtigsten Forderungen aus Sicht der Befragten umfassen:

  • Frühzeitige Vermittlung ökonomischen Wissens in Schulen, unterstützt durch Branchenvertreter, Workshops und ein "Haushaltsfach".
  • Transparente Kommunikation von Berufsfeldern, Arbeitsbedingungen und Verdienstmöglichkeiten.
  • Flexibilisierung der Arbeitszeitgestaltung, alternative Arbeitsmodelle, flexible Urlaubsplanung und die Förderung von Remote-Arbeit und Home-Office.

Die Studie leistete einen wertvollen Beitrag zur Identifikation von wichtigen Faktoren bei der Bewältigung des Nachwuchs- und Fachkräftemangels in der Finanzwirtschaft. Einen detaillierten Bericht zur Studie und ihren Ergebnissen finden Sie hier als PDF zum Download.

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Finanzplatz Hamburg e.V. - Sommerfest 2023

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Bei bestem Wetter und bester Aussicht wurde das diesjährige Finanz Platz Hamburg Sommerfest am 10. Juli auf der Merkur-Terrasse der Handelskammer Hamburg gefeiert.

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