EU-Finanzzentren gründen Runden Tisch

EU-Finanzzentren gründen Runden Tisch

Hamburg, 10.11.2021 – EU-Finanzzentren gründen Roundtable

Der Finanzplatz Hamburg e.V. ist mit zehn weiteren Finanzzentren aus acht EU-Mitgliedsländern dem European Roundtable of Financial Centres beigetreten. Im Rahmen eines Memorandum of Understanding einigten sich die Finanzplätze unter anderem darauf, den Finanzzentren eine gemeinsame Stimme zu geben, Best practices auszutauschen und die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Finanzbranche angesichts zentraler Herausforderungen wie Digitalisierung und nachhaltigem Wandel zu stärken.

Dr. Harald Vogelsang, Vorsitzender des Finanzplatz Hamburg e.V. sagte dazu: "Der Finanzsektor mit seiner Vielfalt an Dienstleistungen ist von zentraler Bedeutung für die Unternehmen in der Europäischen Union. Als einer der führenden europäischen Außenhandelsstandorte ist Hamburg eng mit seinen europäischen Nachbarländern verbunden. Die Mitgliedschaft im Roundtable ermöglicht uns eine intensivere Vernetzung mit anderen Finanzplätzen. So stärken wir die Branche mit einer gemeinsamen Stimme auf europäischer Ebene."

Der Roundtable ist eine regionale Gruppe der World Alliance of International Financial Centers ("WAIFC"). Andere EU-Finanzzentren können dem EU-Roundtable vorbehaltlich der Zustimmung der absoluten Mehrheit der bestehenden Mitglieder ebenfalls beitreten. Erstunterzeichner sind neben dem Finanzplatz Hamburg e.V. Berlin Finance Initiative, Febelfin, FinanceEstonia, FinanceMalta, Frankfurt Main Finance, Italian Banking, Insurance and Finance Federation (FeBAF), Luxembourg for Finance, Paris Europlace, Stichting Capital Amsterdam und Stuttgart Financial.

Während der Eröffnungssitzung am 9. November 2021 in Luxemburg traf der EU-Roundtable mit Vertretern der Europäischen Investitionsbank und des Europäischen Stabilitätsmechanismus zu einem Austausch zusammen. Die Mitglieder wählten bei dieser Gelegenheit Nicolas Mackel, CEO von Luxemburg for Finance, zum ersten Sprecher des EU Roundtable.

Mackel kommentierte das Memorandum und die Eröffnungssitzung in Luxemburg wie folgt: "Luxemburg ist sehr stolz darauf, Gründungsmitglied des EU Roundtable of Financial Centers zu sein. Unsere Zusammenarbeit wird dazu beitragen, die Finanzindustrie in der EU und damit die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit unserer Marktteilnehmer zu stärken. Die Herausforderungen, vor denen die Branche steht, einschließlich des Klimawandels sowie die Notwendigkeit, den EU-Binnenmarkt für Finanzdienstleistungen zu vertiefen, sind Themen, die uns alle angehen, und wir alle profitieren bei der Suche nach Lösungen von der Zusammenarbeit. Ich fühle mich geehrt und bin dankbar, von meinen Kollegen zum Sprecher des Runden Tisches gewählt worden zu sein."

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Erstmals über 100 Fintechs am Finanzstandort Hamburg

Erstmals über 100 Fintechs am Finanzstandort Hamburg

Hamburg entwickelt sich kontinuierlich zu einem wichtigen Zentrum der digitalen Finanzwirtschaft mit neuen Finanztechnologieunternehmen (kurz: Fintechs) weiter. Erstmals zählt der „Fintech Monitor“ des Finanzplatz Hamburg e.V. mehr als 100 aktive Fintechs am Standort. Bei der ersten Veröffentlichung des Fintech Monitors im Jahr 2017 waren es lediglich etwas mehr als 30 Unternehmen. Die am Standort tätigen Unternehmen decken eine hohe Bandbreite an Geschäftsmodellen ab und zeigen auf diese Weise die hohe Innovationsfähigkeit der Hamburger Finanzwirtschaft. Das seit dem Jahr 2022 und bis Ende 2025 laufende Förderprogramm „InnoFinTech“ unter dem Dach des Masterplans Finanzwirtschaft 2021-2025 hat der Hamburger Fintech-Szene einen merkbaren Schub gegeben. Bisher wurden 20 der im Fintech Monitor verzeichneten Unternehmen über das Programm gefördert.

 

Senator Dr. Andreas Dressel:

„Der jüngste Fintech Monitor spiegelt die positive Entwicklung des Finanzstandorts Hamburg insgesamt wider und motiviert uns, gemeinsam mit dem Finanzplatz Hamburg e.V. und der Handelskammer Hamburg den Masterplan Finanzwirtschaft 2021-2025 weiterhin konsequent umzusetzen. Ich freue mich sehr, dass wir als Stadt mit unserem InnoFinTech-Förderprogramm diese Dynamik unterstützen und - gerade in der aktuell herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Lage - wichtige Impulse zur weiteren Stärkung des Hamburger Fintech-Ökosystems geben. Davon profitieren mit geförderten InsurTechs, PropTechs, LegalTechs und RegTechs auch verwandte Bereiche. Überall geht es darum, Geschäftsprozesse zu digitalisieren und Innovationen zu ermöglichen.“

 

Eberhard Sautter, Vorstandsvorsitzender Finanzplatz Hamburg e.V.:

„Die lebendige Fintech-Szene in Hamburg ist ein Zeichen für die Vitalität unseres Finanzplatzes. Schon seit vielen Jahren legen wir als Verein, etwa mit unserer Marke Fintech Hamburg, einen Fokus auf die Stärkung der Innovationsförderung in unserer Branche und nehmen laufend neue Akteure in unser Netzwerk auf. Das InnoFinTech-Programm trägt mit attraktiven Förderkonditionen zur positiven Entwicklung des Standorts bei.“

 

 

Hintergrund:

Fintech Hamburg und der Fintech Monitor sind Produkte des Finanzplatz Hamburg e.V. und stellen die Vielfalt der in der Metropolregion tätigen Fintechs in einem virtuellen Schaufenster vor. Als Fintechs im Sinne des Monitors werden Firmen und insbesondere StartUps, welche sich mit der Digitalisierung der Finanzwirtschaft beschäftigen, begriffen. Zwecks Orientierung werden die Unternehmen den folgenden Kategorien zugeordnet: „Assistance & Self Service“, „Finance“, „Accounting & Taxes“, „Banking & Savings“, „Insurance“, „Crypto“, „Analytics & Research“, „Trade Finance“, „Brokerage & Comparison“, „Payments“ und „Retail Investment“.

 

Das Förderprogramm „InnoFinTech“ richtet sich beispielsweise an Unternehmen, die App basierte Geschäftsmodelle zur Steuerung von Transaktionen, Plattformen für den Finanzhandel oder zur Vermögensverwaltung (Fintech) entwickelt haben. Aber auch die Fintech-verwandten Bereiche geraten mit InnoFinTech verstärkt in den Fokus und sind grundsätzlich förderfähig über das bis Ende 2025 laufende Förderprogramm: Konkret geht es dabei um InsurTechs (digitale Geschäftsmodelle aus dem Bereich der Versicherungswirtschaft), PropTechs (digitale Geschäftsmodelle aus der Immobilienwirtschaft), LegalTechs oder RegTechs (digitale Geschäftsmodelle aus dem Bereich Recht und Regulierung).

 

Seit Herbst 2021 leisten die Partner Finanzbehörde, Handelskammer und Finanzplatz Hamburg e.V. mit dem beschlossenen „Masterplan Hamburger Finanzwirtschaft 2021-2025“ (Bürgerschaftsdrs. 22/5889) einen gemeinsamen Beitrag dafür, dass Hamburg im Finanzdienstleistungssektor zukunftsfähig aufgestellt ist und nachhaltig gestärkt wird.

 

Nähere Informationen zum Fintech Monitor:

Fintech Monitor - Fintech Hamburg (fintech-hamburg.com)

 

Nähere Informationen zum Finanzplatz Hamburg e.V.:

Standortinitiative - Finanzplatz Hamburg - DE (finanzplatz-hamburg.com)

 

Nähere Informationen zum Förderprogramm InnoFinTech: https://www.ifbhh.de/foerderprogramm/innofintech

 

Nähere Informationen zum Masterplan Finanzwirtschaft 2021-2025:

https://www.hamburg.de/contentblob/15453652/df3fe7ccac1e7942d730cb40f2f8d81d/data/d-masterplan.pdf

 

 

 

Rückfragen der Medien

Finanzbehörde

Pressestelle

Telefon: 040 42823 1662

E-Mail: pressestelle@fb.hamburg.de

 

Finanzplatz Hamburg e.V.

Telefon: 040 36138 245

E-Mail: info@finanzplatz-hamburg.com

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