Vom Silicon Valley lernen? - Ein Reisebericht von Benny Bennet Jürgens, Nect GmbH

Vom 14. bis zum 20. Oktober 2017 besuchten 30 Unternehmer aus ganz Norddeutschland verschiedene Start-ups und Digitalisierungspioniere in San Francisco und dem Silicon Valley.


Benny Bennet Jürgens, CEO und Co-Founder der Nect GmbH, war auf Einladung des Finanzplatz Hamburg e.V. (siehe Artikel "Nect fährt ins Silicon Valley") mit in den USA.
Hier berichtet er von seinen Reiseeindrücken:


Ihr wart fast eine Woche in den USA…viel Zeit, um San Francisco und Umgebung zu erkunden, oder?

Ein oder zwei Tage mehr hätten sicher nicht geschadet. Denn wir hatten schon ein ziemlich straffes Programm mit vielen Firmenbesuchen, Abendterminen und so weiter. Los ging es am ersten Tag mit einem „Innovation-Walk“ durch die City von San Francisco. Am zweiten Tag sind wir dann ins Silicon Valley u.a. zu SAP, LinkedIn und zur Stanford University gereist. An Tag 3 haben wir u.a. das Unternehmen e.ventures besucht, das zur Otto-Gruppe gehört und uns einen Accelerator angeschaut. Besuche der City Hall, bei Dropbox und auf einem Pitch-Festival standen am vierten Tag auf der Agenda. Außerdem hatten wir Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit deutschen Start-up Mitarbeitern, die im Silicon Valley arbeiten. Darüber hinaus war die diverse Reisegruppe eine sehr gute Gelegenheit, um mit vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten aus teils sehr unterschiedlichen Branchen in einem passenden Setting in Kontakt zu kommen. Viele Teilnehmer haben dann in den frühen Morgen- oder in den Abendstunden die Gelegenheit genutzt und zusammen noch einmal die Stadt erkundet.

Und das Silicon Valley selbst? War es so, wie Du es Dir im Vorfeld vorgestellt hattest?

Ich hatte mich vorher viel mit dem Silicon Valley beschäftigt und viel darüber gelesen. Insofern war es für mich vom Gefühl her nicht vollkommen „neu“, aber in jedem Fall super interessant das Ganze einmal live zu sehen. Ich hatte es mir allerdings insgesamt noch etwas technischer, bzw. moderner vorgestellt.

Was hat Dich vor Ort am meisten überrascht?

Zwei Dinge sind mir aufgefallen:
Zum einen wird in San Francisco und im Silicon Valley deutlich mehr mit und für Technologie geworben als in Deutschland. Während man hier eher Werbung für Autos, Zigaretten, o.ä. sieht, habe ich dort direkt am Flughafen das erste Plakat gesehen, dass eine Softwarefirma für künstliche Intelligenz bewarb.
Zum anderen war ich ziemlich überrascht vom eher schlechten Niveau der Pitches auf dem Pitch-Festival, welches wir besucht haben, was vielleicht aber auch einfach daran liegt, dass sich viel mehr Gründer, viel früher trauen, mit ihrer Idee um Geld zu werben. Dabei geht die deutsche Gründlichkeit bei der Vorbereitung ein wenig unter; Ich hätte von Amerikanern eine perfekte Show erwartet. Gleichzeitig werden dort aber trotzdem enorme Summen aufgerufen: 3 Millionen Euro Investment sind Normalität in frühen Phasen. Während in Deutschland um 600.000 € Investment echt gekämpft werden muss, bekommt im Silicon Valley gefühlt jeder Gründer eine halbe Million Dollar „hinterhergeworfen“. Das Investmentverhalten ist einfach ganz anders, das ist mir nochmal sehr deutlich bewusst geworden. Die Amerikaner fahren die Philosophie: „Von 100 Start-ups wird schon eins gut sein…“. So kommen die natürlich auch viel schneller voran als wir hier.

Welches Fazit ziehst du also?

Es war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung – ich bin mit sehr vielen, absolut unterschiedlichen Menschen ins Gespräch gekommen! Die Erfolgsdichte ist in Deutschland sicherlich höher, dafür sind wir langsamer und weniger kreativ. Mehr Risiko, dafür aber auch mehr Outcome scheint in den USA das Motto zu sein.

Nähere Informationen zur Unternehmerreise in das Silicon Valley finden Sie auch hier.

Ansprechpartnerin:

Lena Färber
Tel: +49 (0)40 36 138 789

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