Masterplan für Finanzwirtschaft unterzeichnet

Masterplan für Finanzwirtschaft unterzeichnet

Hamburg, 01.10.2021 – Der Finanzplatz Hamburg e.V., der Senat und die Handelskammer Hamburg und haben heute einen Masterplan für die Hamburger Finanzwirtschaft unterzeichnet. Um die großen Herausforderungen für Hamburg, wie etwa Klimaneutralität, Digitalisierung, Mobilitätswende und Stadtentwicklung, angehen zu können, ist eine leistungs- und zukunftsfähige Finanzwirtschaft unabdingbar.

Im Sinne dieser politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zielsetzungen wollen Stadt, Kammer und Finanzbranche die Zukunft der Finanzwirtschaft in Hamburg innovativ und nachhaltig gestalten und somit einen der historisch bedeutendsten Finanzstandorte Deutschlands im anspruchsvollen Wettbewerb vergleichbarer Finanzstandorte zukunftsfähig positionieren.

Mit dem Masterplan haben die Unterzeichner den Startschuss für eine engere Zusammenarbeit in definierten Handlungsfeldern vereinbart. Erste konkrete Maßnahmen wurden identifiziert und sollen in den nächsten Jahren gemeinsam umgesetzt werden. Gemeinschaftlich wollen die Partner des Masterplans daran arbeiten, dass diese Maßnahmen ihre Wirkung entfalten und dazu beitragen, den Finanzstandort Hamburg für die Hamburger Wirtschaft insgesamt breiter aufzustellen und nachhaltig zu stärken.

Zentrale Themen des Masterplans sind Fachkräftesicherung und Wissenschaft, Digitalisierung und moderne Arbeitswelten, die Förderung von FinTechs sowie Sustainable und Green Finance. Auch die nationale und internationale Sichtbarkeit des Finanzstandortes Hamburg soll deutlich verbessert werden.

Dr. Harald Vogelsang, Vorsitzender des Finanzplatz Hamburg e.V.: "Wir freuen uns, die konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt auf eine neue Ebene zu heben und Hand in Hand für einen zukunftsorientierten Standort zu wirken. Dies ist auch im Interesse der Unternehmen und Bürger unserer Stadt, die auch künftig ein vielfältiges Angebot an Finanzdienstleistungen vor Ort zur Verfügung haben sollen. Nur mit starken Finanzdienstleistern können wir auch in Zukunft schwierige Situationen meistern und die nachhaltige Transformation unserer Wirtschaft bewältigen. Die Stärkung des Finanzstandortes ist daher auch eine Stärkung unserer Stadt! Für einen starken Finanzstandort gilt es, ein exzellentes Bildungsangebot zu entwickeln, das die hellsten Köpfe aus dem In- und Ausland anzieht. Der Masterplan zeigt Wege auf, um in einen strukturierten Dialog mit den Hochschulen treten zu können und erfolgreiche Lösungsansätze zu entwickeln. Zudem möchten wir die gute Basis Hamburgs bei nachhaltigen Finanzangeboten entschlossen ausbauen. Hamburg soll auf deutscher und europäischer Ebene eine der ersten Adressen im Bereich Sustainable Finance werden!"

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: "Für die Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Finanzwirtschaft in Hamburg müssen zentrale Fragen angesprochen werden: Wie soll die Transformation hin zu einer klimaneutralen Stadt finanziert werden? Wie gestalten wir auch finanzierungsseitig Mobilitätswende, Digitalisierung, demografischen Wandel oder andere Megathemen? Wie können wir den erfolgreichen Hamburg Weg des Wohnungsneubaus auch mit Blick auf Finanzierungen weitergehen? Diese und viele andere realwirtschaftliche, gesellschaftliche oder politische Fragen werden wir nur mit einer starken Hamburger Finanzwirtschaft beantworten können. In der Bewältigung der Corona-Krise haben Finanzpolitik und Finanzwirtschaft im Sinne der Realwirtschaft vieles bewegt, daran wollen wir anknüpfen. Besonders wichtig ist mir auch die Sicherung von Arbeitsplätzen am Finanzstandort Hamburg. Mit Blick auf die Konsolidierungen der letzten Jahre muss es darum gehen, auch neue Potentiale für zukunftsfeste Arbeitsplätze in der Hamburger Finanzwirtschaft zu heben."

Dr. Malte Heyne, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg: "Der Masterplan ist der Startschuss für eine stärkere Zusammenarbeit und für mehr innovative Impulse für den Finanzstandort Hamburg, der dadurch seiner Querschnittsfunktion für die Hamburger Wirtschaft insgesamt noch besser gerecht werden kann. Die Herausforderungen für Hamburgs Wirtschaft sind groß. Bei der Bewältigung des fundamentalen Wandels zu einer stärker digitalisierten, klimaneutralen Wirtschaft brauchen unsere Unternehmerinnen und Unternehmer eine starke Hamburger Finanzwirtschaft in ihrer ganzen Breite. Dies ist eine der Kernforderungen unserer Standortstrategie 'Hamburg 2040'. Wir begrüßen daher den Masterplan ausdrücklich und freuen uns auf eine erfolgreiche Umsetzung mit der Stadt und dem Finanzplatz Hamburg für die Hamburger Wirtschaft."

Niels Pirck, Vizepräses der Handelskammer Hamburg: "Finanzierungsmöglichkeiten und Finanzdienstleistungen wie Zahlungsverkehr oder Versicherungen sind das ‚Öl im Motor der Wirtschaft‘. Die Sicherstellung der Finanzierung von Innovationen durch ein leistungsfähiges Angebot der ansässigen Hamburger Kreditwirtschaft hat damit einen besonderen Stellenwert für die Weiterentwicklung des Standortes. Es gilt jetzt, mit dem Masterplan die Kräfte aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft für einen starken, modernen Finanzstandort zu bündeln. Potenzial liegt insbesondere in der Finanzierung von Zukunftstechnologien sowie der Ansiedlung von Fin- und InsurTechStartUps. Um dieses Potenzial zu heben, müssen die vorhandenen Stärken des Finanzstandortes künftig bekannter gemacht werden. Dazu enthält der Masterplan viele sinnvolle Maßnahmen."

 

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News

Erstmals über 100 Fintechs am Finanzstandort Hamburg

Erstmals über 100 Fintechs am Finanzstandort Hamburg

Hamburg entwickelt sich kontinuierlich zu einem wichtigen Zentrum der digitalen Finanzwirtschaft mit neuen Finanztechnologieunternehmen (kurz: Fintechs) weiter. Erstmals zählt der „Fintech Monitor“ des Finanzplatz Hamburg e.V. mehr als 100 aktive Fintechs am Standort. Bei der ersten Veröffentlichung des Fintech Monitors im Jahr 2017 waren es lediglich etwas mehr als 30 Unternehmen. Die am Standort tätigen Unternehmen decken eine hohe Bandbreite an Geschäftsmodellen ab und zeigen auf diese Weise die hohe Innovationsfähigkeit der Hamburger Finanzwirtschaft. Das seit dem Jahr 2022 und bis Ende 2025 laufende Förderprogramm „InnoFinTech“ unter dem Dach des Masterplans Finanzwirtschaft 2021-2025 hat der Hamburger Fintech-Szene einen merkbaren Schub gegeben. Bisher wurden 20 der im Fintech Monitor verzeichneten Unternehmen über das Programm gefördert.

 

Senator Dr. Andreas Dressel:

„Der jüngste Fintech Monitor spiegelt die positive Entwicklung des Finanzstandorts Hamburg insgesamt wider und motiviert uns, gemeinsam mit dem Finanzplatz Hamburg e.V. und der Handelskammer Hamburg den Masterplan Finanzwirtschaft 2021-2025 weiterhin konsequent umzusetzen. Ich freue mich sehr, dass wir als Stadt mit unserem InnoFinTech-Förderprogramm diese Dynamik unterstützen und - gerade in der aktuell herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Lage - wichtige Impulse zur weiteren Stärkung des Hamburger Fintech-Ökosystems geben. Davon profitieren mit geförderten InsurTechs, PropTechs, LegalTechs und RegTechs auch verwandte Bereiche. Überall geht es darum, Geschäftsprozesse zu digitalisieren und Innovationen zu ermöglichen.“

 

Eberhard Sautter, Vorstandsvorsitzender Finanzplatz Hamburg e.V.:

„Die lebendige Fintech-Szene in Hamburg ist ein Zeichen für die Vitalität unseres Finanzplatzes. Schon seit vielen Jahren legen wir als Verein, etwa mit unserer Marke Fintech Hamburg, einen Fokus auf die Stärkung der Innovationsförderung in unserer Branche und nehmen laufend neue Akteure in unser Netzwerk auf. Das InnoFinTech-Programm trägt mit attraktiven Förderkonditionen zur positiven Entwicklung des Standorts bei.“

 

 

Hintergrund:

Fintech Hamburg und der Fintech Monitor sind Produkte des Finanzplatz Hamburg e.V. und stellen die Vielfalt der in der Metropolregion tätigen Fintechs in einem virtuellen Schaufenster vor. Als Fintechs im Sinne des Monitors werden Firmen und insbesondere StartUps, welche sich mit der Digitalisierung der Finanzwirtschaft beschäftigen, begriffen. Zwecks Orientierung werden die Unternehmen den folgenden Kategorien zugeordnet: „Assistance & Self Service“, „Finance“, „Accounting & Taxes“, „Banking & Savings“, „Insurance“, „Crypto“, „Analytics & Research“, „Trade Finance“, „Brokerage & Comparison“, „Payments“ und „Retail Investment“.

 

Das Förderprogramm „InnoFinTech“ richtet sich beispielsweise an Unternehmen, die App basierte Geschäftsmodelle zur Steuerung von Transaktionen, Plattformen für den Finanzhandel oder zur Vermögensverwaltung (Fintech) entwickelt haben. Aber auch die Fintech-verwandten Bereiche geraten mit InnoFinTech verstärkt in den Fokus und sind grundsätzlich förderfähig über das bis Ende 2025 laufende Förderprogramm: Konkret geht es dabei um InsurTechs (digitale Geschäftsmodelle aus dem Bereich der Versicherungswirtschaft), PropTechs (digitale Geschäftsmodelle aus der Immobilienwirtschaft), LegalTechs oder RegTechs (digitale Geschäftsmodelle aus dem Bereich Recht und Regulierung).

 

Seit Herbst 2021 leisten die Partner Finanzbehörde, Handelskammer und Finanzplatz Hamburg e.V. mit dem beschlossenen „Masterplan Hamburger Finanzwirtschaft 2021-2025“ (Bürgerschaftsdrs. 22/5889) einen gemeinsamen Beitrag dafür, dass Hamburg im Finanzdienstleistungssektor zukunftsfähig aufgestellt ist und nachhaltig gestärkt wird.

 

Nähere Informationen zum Fintech Monitor:

Fintech Monitor - Fintech Hamburg (fintech-hamburg.com)

 

Nähere Informationen zum Finanzplatz Hamburg e.V.:

Standortinitiative - Finanzplatz Hamburg - DE (finanzplatz-hamburg.com)

 

Nähere Informationen zum Förderprogramm InnoFinTech: https://www.ifbhh.de/foerderprogramm/innofintech

 

Nähere Informationen zum Masterplan Finanzwirtschaft 2021-2025:

https://www.hamburg.de/contentblob/15453652/df3fe7ccac1e7942d730cb40f2f8d81d/data/d-masterplan.pdf

 

 

 

Rückfragen der Medien

Finanzbehörde

Pressestelle

Telefon: 040 42823 1662

E-Mail: pressestelle@fb.hamburg.de

 

Finanzplatz Hamburg e.V.

Telefon: 040 36138 245

E-Mail: info@finanzplatz-hamburg.com

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Ein Rückblick auf unsere 11. Kapitalmarktkonferenz

Ein Rückblick auf unsere 11. Kapitalmarktkonferenz

Wir blicken zurück auf eine erfolgreiche 11. Kapitalmarktkonferenz, die wir gemeinsam mit unseren Partnern am 06.10.2023 in den Räumlichkeiten der Handelskammer Hamburg umsetzen konnten.

Auf der Hamburger Kapitalmarktkonferenz bieten wir alljährlich eine Plattform für den Austausch von Informationen und Erkenntnissen. Leitthema des Jahres waren die zunehmenden Inflationsraten, die zu einer verschärften Geldpolitik der Zentralbank und einer Erhöhung des Leitzinses führten, mit dem Ziel Preisstabilität herzustellen. In Folge stiegen die Anleiherendite und Risikoprämien auf den Kapitalmärkten. Weshalb wir im Rahmen eines Keynote Beitrages und drei Kurzimpulsen mit anschließender Podiumsdiskussion unsere geladenen Experten mit folgenden Fragen auseinandersetzten: Was bedeuten die neuen Rahmenbedingungen für die Geschäftsmodelle von Banken, Versicherungen und anderen Finanzunternehmen? Welche Risiken können damit einhergehen? Und wie können sich Finanzmarktakteure dagegen wappnen?

In seinem Keynote beschäftigte sich Prof. Dr. Wieland (Stiftungsprofessor für Monetäre Ökonomie und Geschäftsführender Direktor des Institute for Monetary and Financial Stability (IMFS), Goethe-Universität Frankfurt) mit der herrschenden Stagflation in Deutschland. Mögliche Faktoren zur Überwindung seien laut Ihm auch in der Geld- und Finanzpolitik zu identifizieren. Zwar sei die Inflation im Euroraum rückläufig, doch insbesondere die Industrie bliebe wegen hoher Energiekosten und Fachkräftemangel hinter den Produktionserwartungen zurück. Für die Finanzpolitik sei es daher notwendig aus der Nachfrage getriebenen Krisenrettungspolitik auszusteigen und mit einer angebotsorientierten Finanzpolitik verbessert Anreize für Arbeit, Investitionen, Innovationen und Wachstum zu schaffen.

In den darauffolgenden drei Impulsen beschäftigten sich die Referenten mit den unterschiedlichen Perspektiven der aktuellen Lage am Finanzmarkt und berichteten zur Rolle der Banken, Versicherer und Zentralbank. Die Banken würden in wirtschaftlichen Veränderungen eine zentrale Rolle einnehmen, insbesondere indem sie das Wachstum finanzieren, Liquidität in unsicheren Zeiten sichern und ein effektives Risikomanagement betreiben würden. Hingegen seien die Lebensversicherer dabei einen Balanceakt zwischen kurzfristigen Anforderungen und langfristigen strategischen Zielen zu bewältigen, um dauerhaften Erfolg und Kundenvertrauen zu sichern. Zu guter Letzt würde die Zentralbank geldpolitische Maßnahmen treffen wie Zinserhöhungen, um die Inflation einzudämmen, wirtschaftliche Überhitzung zu verhindern und die finanzielle Stabilität zu fördern.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam von dem Finanzplatz Hamburg e.V., dem Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI), der Handelskammer Hamburg und der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ausgerichtet.

 

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Digitalisierung in der Finanzindustrie: Tokenisierung und elektronische Wertpapiere

Digitalisierung in der Finanzindustrie: Tokenisierung und elektronische Wertpapiere

​Die Digitalisierung der Finanzindustrie schreitet konsequent voran. Gerade in den letzten Monaten wird immer häufiger von der „Tokenisierung“ gesprochen, die ersten „Kryptowertpapiere“ wurden bereits emittiert und der Gesetzgeber hat unlängst einen Entwurf für ein „Finanzmarktdigitalisierungsgesetz“ vorgelegt.

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Bundesweite Befragung liefert 28 Ideen zur Steigerung der Attraktivität der Finanzwirtschaft als Arbeitgeber

Bundesweite Befragung liefert 28 Ideen zur Steigerung der Attraktivität der Finanzwirtschaft als Arbeitgeber

Im gemeinsamen Verbund deutscher Finanzplätze haben wir online und bundesweit junge Menschen nach der Attraktivität der Finanzwirtschaft als Arbeitgeber befragt. Aus den Ergebnissen ließen sich 28 Forderungen herauskristallisieren. Zentrale Forderungen sind die frühzeitige Vermittlung von ökonomischem Wissen in Schulen, die transparente Kommunikation von Karrierewegen und -optionen sowie die Flexibilisierung der Arbeitsorganisation.

Die Ergebnisse der Befragung wurden auf der Internetseite unseres GERMANY FINANCE Verbandes im Sommer veröffentlicht. Insgesamt beteiligten sich 4.744 Teilnehmende im Alter von 15 bis 35 Jahren und reichten 605 Vorschläge ein, über die mehr als 48.000-mal abgestimmt wurde. Sozial- und Datenwissenschaftler:innen der CivicTech-Organisation Make.org haben die Vorschläge in Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie der Universität Düsseldorf ausgewertet und in sechs Aktionsfeldern zu 28 Themen verdichtet.

Die wichtigsten Forderungen aus Sicht der Befragten umfassen:

  • Frühzeitige Vermittlung ökonomischen Wissens in Schulen, unterstützt durch Branchenvertreter, Workshops und ein "Haushaltsfach".
  • Transparente Kommunikation von Berufsfeldern, Arbeitsbedingungen und Verdienstmöglichkeiten.
  • Flexibilisierung der Arbeitszeitgestaltung, alternative Arbeitsmodelle, flexible Urlaubsplanung und die Förderung von Remote-Arbeit und Home-Office.

Die Studie leistete einen wertvollen Beitrag zur Identifikation von wichtigen Faktoren bei der Bewältigung des Nachwuchs- und Fachkräftemangels in der Finanzwirtschaft. Einen detaillierten Bericht zur Studie und ihren Ergebnissen finden Sie hier als PDF zum Download.

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